Messe Stuttgart, Eingang Ost / 09. Juni 2026 - 11. Juni 2026
Battery Show Europe 2026
An unserem Gemeinschaftsstand in Halle 1, Stand 1-A47, bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich mit Fraunhofer-Batterieexperten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu vernetzen und Ihre Fragen und Ideen am Stand der Fraunhofer-Allianz Batterien zu diskutieren. Mit der Fraunhofer FFB als unseren direkten Standnachbar wird die industrienahe Batteriezellproduktion bei Fraunhofer besonders hervorgehoben. Darüber hinaus geben verschiedene Exponate und Demonstratoren einen Einblick in unsere angewandte Forschung und Entwicklungen zur Zell- und Packherstellung, zur Demontage und Recycling sowie zur Sicherheitsbetrachtung.
Jasper Steffens, Fraunhofer ICT und Dr. Daniel Bien, Exxon Mobil
Battery enclosure production optimization using novel polyolefin thermoset systems
Tuesday, 9 June: 3:40 PM - 3:55 PM
Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, Dr. Benjamin Schumm, Dr. Thomas Abendroth
Die DRYtraec®‑Trockenbeschichtung des Fraunhofer IWS ermöglicht eine kosteneffiziente, nachhaltige und lösemittelfreie Herstellung von Batterieelektroden, ohne energieintensive Trocknungsschritte. Das IWS bietet F&E‑Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Materialentwicklung über Anlagen- und Prozesstechnik bis hin zur Zellentwicklung für Lithium‑Ionen und Next‑Generation‑Batterien (Festkörper, Natrium‑Ionen, Lithium‑Schwefel). An vier Prototypenanlagen können DRYtraec®‑Elektroden vom Einzelblatt bis zur beidseitigen Rolle‑zu‑Rolle‑Tandembeschichtung auf bis zu 24 cm Breite und bis zu 10 m/min gefertigt werden. Die DRYtraec®‑Aktivitäten sind eingebettet in eine umfassende Infrastruktur für Gemischherstellung, Charakterisierung, Elektrodenanalytik und Prototypzellbau.
Weiterführende Informationen zur DRYtraec®-Technologie: www.drytraec.de
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Dr. Lea Eisele
Im Rahmen des Projekts LAENDLE wird ein lösungsmittel- und PFAS-freies Verfahren zur Trockenbeschichtung für Elektroden von Natrium-Ionen-Batterien entwickelt, das den Herausforderungen der herkömmlichen Nassbeschichtung begegnet. Die IKA-Werke GmbH und das Fraunhofer ISE bringen ihre Expertise in der Maschinenbau- und Batterieforschung zusammen, um eine lokale Wertschöpfung in Baden-Württemberg zu fördern. Der Mehrwert für die Branche liegt in der Reduktion von Produktionskosten und Ressourcenverbrauch bei gleichzeitiger Verbesserung der Umweltverträglichkeit.
Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Dr. Julian Schwenzel
Das Fraunhofer IFAM kombiniert Batteriekompetenz mit fundiertem Know-how in der additiven Fertigung. Das Siebdruckverfahren bietet Alternativen für die Batterieproduktion in punkto Nachhaltigkeit in der Fertigung und Wettbewerbsfähigkeit umweltunkritischerer Technologien und Rohstoffe. Am Beispiel einer gedruckten formflexibler Zellapplikation auf runden Oberflächen werden die Technologieinnovationen verdeutlicht.
Weiterführende Informationen: https://www.ifam.fraunhofer.de/de/magazin/gedruckte-batterien.html
Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP, Claus Luber
Reine Siliziumanoden in Lithium-Ionen-Zellen ermöglichen potenziell eine drastische Steigerung der volumetrischen Energiedichte. Poröse knotige Strukturen sind erforderlich, um eine hohe Zellzyklusstabilität zu gewährleisten.
Das Fraunhofer FEP entwickelt industriekompatible und wirtschaftlich tragfähige PVD-Verfahren zur Abscheidung von porösem Silizium auf Kupfer als Anoden für Batterien.
Weiterführende Informationen:
Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT, Dr. Andreas Würsig
Am Fraunhofer-Institut ISIT wurden im Rahmen mehrerer geförderter Projekte innovative Methoden zur Integration unterschiedlicher Sensorsysteme direkt in Batteriezellen entwickelt und validiert. Zum Einsatz kommen Referenzelektroden zur getrennten Potenzialmessung von Anode und Kathode, Temperatursensoren zur Erfassung lokaler Hotspots sowie Druck- und Dehnungssensoren zur Analyse mechanischer Veränderungen im Zellverbund. Diese integrierte Sensorik ermöglicht ein deutlich erweitertes Batteriemonitoring mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung. Sicherheitskritische Zustände können frühzeitig detektiert, Alterungsmechanismen präzise nachverfolgt und Betriebsstrategien optimiert werden. Darüber hinaus dienen die Messdaten als Entwicklungswerkzeug zur gezielten Verbesserung von Zelldesign, Materialauswahl und Betriebsführung zukünftiger Batteriesysteme.
https://www.isit.fraunhofer.de/de/FAB-SH/Zell-interne-Sensorik.html
Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik, Dr. Joachim Jonuscheit
Für die optimale Leistung von Batterien muss die Beschichtung von Batteriefolien hohe Anforderungen an Dicke und Homogenität erfüllen. Aus Gründen der Ressourceneinsparung sollte die Qualität so früh wie möglich im Prozess kontrolliert werden.
Mit unseren Schichtdickenmesssystemen basierend auf der Terahertz-Technik, können Anoden- und Kathodenfolien bzgl. der Schichtdickenverteilung im Prozess untersucht werden – immer berührungslos und zerstörungsfrei. Die direkte Schichtdickenmessung ist dabei mit Messraten von einigen hundert Messungen pro Sekunden mit einer Wiederholgenauigkeit von besser 1 μm möglich. Der Einsatz der Messtechnik ist sowohl im Trocken- als auch Nassprozess möglich.
Weiterführende Informationen zum Exponat: www.itwm.fraunhofer.de/batteriefolie
Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, Dr. Jochen Zausch
Sowohl das Design von Batteriezellen als auch die Auslegung ihrer Produktionsprozesse sind komplexe Unterfangen: Zum Einen beeinflusst das Zusammenspiel der zahlreichen Parameter die Produktqualität in komplexer Art und Weise und zum Anderen ist aufgrund der komplizierten experimentellen Diagnostik oft nicht genau klar, warum ein bestimmter Prozess so verläuft, wie man es beobachtet oder wodurch gewisse Limitierungen hervorgerufen werden.
Geeignete Computersimulation können für diese Fragen wertvolle Werkzeuge sein. Mit seiner Kompetenz in mathematischer Modellierung und numerischen Methoden werden am Fraunhofer ITWM angepasste, performante Simulationswerkzeuge für die industrielle Anwendung im Batteriebereich entwickelt: Wir präsentieren u. a. unser Simulationstool BEST zur thermisch-elektrochemischen Zellauslegung und Analyse, sowie unsere Plattform CoRheoS mit der Produktionsprozesse wie z. B. die Elektrolytbefüllung bei der Zellproduktion oder das Ausschäumen von Batteriemodulen bei der Batteriemontage im Computer simuliert werden können.
Vorhersage und Analyse des Zellverhaltens: Das Battery and Electrochemistry Simulation Tool BEST https://itwm.fraunhofer.de/best
Simulation von Produktionsprozessen: https://www.itwm.fraunhofer.de/en/departments/processes-materials/electrochemistry-batteries-fuel-cell-redox-flow/simulation-battery-production.html
Fraunhofer-Zentrum für Energiespeicher und Systeme ZESS, Dr. Jutta Janßen
Das Fraunhofer-Zentrum für Energiespeicher und Systeme ZESS entwickelt innovative, nachhaltige und sichere Batterie- und Wasserstofftechnologien. Im Fokus stehen Festkörperbatterien als mobile und stationäre Speicher der nächsten Generation sowie Wasserstofflösungen wie POWERPASTE. Ziel ist es, Forschungsergebnisse zügig in industrielle Anwendungen zu überführen und so die Energie- und Mobilitätswende aktiv mitzugestalten. Auf rund 3.400 m² vereint das Forschungsgebäude am Braunschweiger Forschungsflughafen modernste Labore, Trockenräume mit Taupunkten bis -58 °C, Prüf- und Analyseinfrastruktur sowie New-Work-Arbeitswelten. Der CO₂-reduzierte Holz-Stahl-Hybridbau mit Gründach und Photovoltaik steht exemplarisch für eine nachhaltige Infrastruktur. Getragen von den Fraunhofer-Instituten IST, IFAM und IKTS in Kooperation mit der TU Braunschweig und dem Regionalverbund BLB+ bündelt das Zentrum wissenschaftliche Exzellenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Materialentwicklung bis Prototyping und Skalierung.
Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, Eva-Maria Stelter
Mit dem tubular energy system (TES) wurde ein Li-Ion basierter Energiespeicher für besonders energie- und massekritische Anwendungen entwickelt, der sich durch eine Reihe innovativer Gestaltungsmerkmale von herkömmlichen Speichern deutlich unterscheidet. Einzelne, aus 18650-Rundzellen aufgebaute, Speichermodule wurden vollständig in den Innenraum eines als zentrale Tragstruktur ausgebildeten Rahmenrohrs, mit einem Durchmesser von 80 Millimetern, integriert. Damit entfallen alle Komponenten des sonst notwendigen Gehäuses sowie die Bauteile zur Anbindung an die Fahrzeugstruktur bzw. zum Diebstahlschutz. Mit der vollständigen Integration des Energiespeichers in den kreiszylindrischen Rohrinnenraum ergeben sich exzellente Voraussetzungen für eine besonders effektive Luftkühlung durch die Innenrohrströmung mit einer kleinen Kühler-Lüfterkombination.
Weiterführende Informationen:
https://www.lbf.fraunhofer.de/de/projekte/leichtbau-lastenfahrrad-iaa.html
Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, Dr. Jochen Settelein
Das Fraunhofer ISC in Würzburg entwickelt Ultraschall-Diagnostikverfahren zur zerstörungsfreien Untersuchung von Lithium-Ionen-Batteriezellen. Ziel ist es, Materialzustände und Alterungsprozesse zu analysieren und dadurch belastbare Lebensdauervorhersagen zu ermöglichen. Die Methode erlaubt eine zuverlässigere Bewertung des Lade- und Gesundheitszustands der Zelle im laufenden Betrieb. Gleichzeitig eröffnet die mechanische Diagnostik Potenziale für optimierte Produktionsprozesse, langlebigere und nachhaltigere Batterien sowie perspektivisch neue Ansätze im Batterierecycling.
Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut EMI, Dr.-Ing. Thomas Kisters
Das Forschungsprojekt DigiTain – Digitalization for Sustainability – befasst sich mit Fragen zur volldigitalen Produktentwicklung nachhaltiger Elektroantriebsarchitekturen. Seit Anfang 2023 arbeiten 26 geförderte und 2 assoziierte Partner aus Industrie und Wissenschaft an neuen Methoden zur digitalen Entwicklung und entwicklungsbegleitenden Nachhaltigkeitsbewertung. Das Fraunhofer EMI entwickelt in verschiedenen Arbeitspaketen innovative Lösungsansätze – unter anderem zur sicheren Auslegung und Integration von Batteriespeichern.
Das Exponat »Batterie-Teilmodul« entspricht in seiner Bauweise dem Batteriemodul des im Projekt entwickelten Demonstrators. Es bildet einen Abschnitt des Gesamtmoduls ab und wurde aufgebaut, um eine Reihe von Validierungsversuchen für die im Projekt erarbeiteten digitalen Absicherungs-Methoden durchzuführen (z. B. Crash- oder Propagationstests). Anhand des Exponats wird das Dienstleistungsangebot des Fraunhofer EMI im Bereich Batteriesicherheit erläutert.
Zusammenarbeit mit (Industrie-)Partnern:
BMW, GreenIng, Forward Engineering, Constellium, KIRCHHOFF Automotive
Fraunhofer EMI Projektseite DigiTain: Volldigitale Produktentwicklung von nachhaltigen Elektroantriebsarchitekturen - Fraunhofer EMI
Projektübersicht DigiTain bei ARENA2036: Projektübersicht | ARENA2036
Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT, Leonard John
Die steigende Nachfrage nach Elektrobatterien erfordert die Entwicklung leichter Batteriegehäuse, die in großem Maßstab hergestellt werden können. Eine wesentliche Anforderung ist die Integration von Brandschutzvorrichtungen. Unser Verbundwerkstoff-Batteriemodul begegnet dieser Herausforderung durch den Einsatz von spritzgießfähigem Phenolharz, welches die Herstellung hochfunktionaler und integrierter Komponenten ermöglicht:
Schutz vor thermischem Durchgehen: Trennwände, Berstventile und Entlüftungskanäle aus SBEG-Phenol-Duroplast
Hohe Funktionsintegration: Kühlung, elektrische Anschlüsse, Sensoren, Brandschutz und Zell-Druckverteilung
Weiterführende Informationen:
https://www.kamo.one/kooperationen-ergebnisse/kunstoff-batterie-gehaeuse/
Fraunhofer-Institut für Solare Energie Systeme ISE, Dr. Nina Kevlishvili
Das Exponat zeigt ein NMC‑Mini‑Modul (1S10P, 18650, 2500 mAh) mit Optimierungen für den Thermal Runaway. Seitliche Filtermaterialien ermöglichen ein gerichtetes und sicheres Ausgasen. Oben und unten angeordnete Kühlplatten kühlen gezielt. Zwischen den Zellen und optional um das Modul herum sorgen thermische Isolierungen für eine gesteuerte Wärmeausbreitung. Spezielle mechanische Zellhalter mit Schlitzungen steuern die Gasabfuhr. Die elektrische Kontaktierung erfolgte ohne Schweißung. Aufbau erfolgte im Projekt ECOLEPUS (FKZ 03XP0494D) in Kooperation mit der E-Stream GmbH & Co. KGaA.
Mit über 1300 Mitarbeitenden am Standort Freiburg ist das Fraunhofer ISE das größte Forschungsinstitut für Solarenergie in Europa. Die Gruppe Batteriesystemtechnik verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in Batteriesystemtechnik, Zustandsanalyse und Batteriesicherheit und betreibt seit 2024 das neue Entwicklungs- und Prüfzentrum für Batterien und Energiespeichersysteme ISE mit umfangreicher Testinfrastruktur.
Weiterführende Informationen: http://ise.link/battery-testing
Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, Dr. Rico Schmerler
Der Demonstrator aus dem Projekt COOLBat zeigt, wie sich Batteriegehäuse durch neue Konstruktionsprinzipien, Materialien und Fertigungstechnologien deutlich klimafreundlicher und zugleich leistungsfähiger gestalten lassen. Im Mittelpunkt stehen Leichtbauwerkstoffe, funktionsintegrierte Strukturen und ressourceneffiziente Herstellprozesse. Als Demonstrator dient das Batteriesystem eines Elektrofahrzeugs, an dem die entwickelten Lösungen hinsichtlich Gewicht, Funktionalität und CO₂ Bilanz bewertet werden. Durch die Integration von Kühlleitungen in Tragstrukturen, energieabsorbierende Aluminiumschaum Sandwiches, lastpfadgerechte Faserverbunde sowie neuartige Wärmeleitwerkstoffe werden Masse, Schnittstellen und energieintensive Fügetechnologien reduziert. Parallel begleitende Lebenszyklusanalysen ermöglichen eine CO₂ optimierte Material- und Technologieauswahl über alle Entwicklungsphasen. Die Ergebnisse sind auf zahlreiche Branchen übertragbar und werden im Demonstrator sichtbar gemacht.
Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, Eva-Marie Stelter und Dominik Spancken
Die CIRCULUS-Batterie stellt ein innovatives und nachhaltiges mechanisches Design vor, das darauf abzielt, den ökologischen Fußabdruck zu minimieren und gleichzeitig höchste Funktionalität zu gewährleisten. Der Demonstrator verkörpert die Prinzipien des Leichtbaus, der Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Materialwahl.
Das Design erlaubt einfache Demontage und Wiederverwendung von Einzelteilen. Dadurch können defekte Teile ersetzt werden, ohne das gesamte System entsorgen zu müssen. Die Zugänglichkeit und Zerlegbarkeit erlaubt eine Folgeanwendung zum Beispiel als stationärer Speicher oder zum Ende der Lebensdauer ein wirtschaftliches Recycling sogar der verwendeten Kunststoffe.
Diese Ergebnisse wurden durch die Zusammenarbeit im Vorhaben CIRCULUS möglich und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.